Donnerstag, 26. Januar 2012

G 8-ein Erfahrungsbericht!


Ich weiß, daß einige von euch gerade in der "Entscheidungsphase" stecken. Im März muß klar sein, wohin nach Klasse 4! Uns ging es ja letztes Jahr nicht anders. Ich habe alles gelesen, jeden gefragt und überhaupt tausend Gedanken über dieses Thema gehabt. Entscheidungen fallen mir manchmal nicht leicht-vor allem nicht, wenn sie so wichtig sind wie diese.

Also meine Erfahrungsbericht zu G8!
Wie man unschwer erkennen kann haben wir uns nach Klasse 4 für eine Gymnasium entschieden. Ganz klassisch. Warum?
Das Tochterkind erfüllte jeder der angegebenen Anforderungen. Zum einen die notwendigen Schulnoten und zum anderen (ganz wichig) stimmten bei ihr die eigene Organisation, Selbständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Schnelligkeit!
Ich glaube sogar, daß die letzten Punkte viel wichtiger sind als die Schulnoten der Klasse 4. Die Kinder müssen vor allem schnell sein! Im Aufnehmen des Schulstoffs genauso wie im Denken und Schreiben. Ist ein Kind eher langsam, verträumt und ruhig ist eine Schulform mit G8 mit Problemen verbunden! Da wäre eine Schulform mit G9 (falls es sowas bei euch gibt)wesentlich besser.
Leider sind wir eine kleine Stadt, hier kann man nicht wählen, hier gibt es auch keine Gesamtschule in der Nähe.

In der Praxis sieht das dann so aus, daß man eine Mathearbeit auf 45 Minuten ansetzt. Nach hinsetzten, Arbeit austeilen und besprechen bleiben 30 Minuten übrig für 6 Aufgaben mit Unterpunkten.....
Nunja eine Schülerin hat alles geschafft. Eine von 29 Kindern! Tja 28 waren wohl zu langsam-meine auch!
Das ist G8-aber auch eine komisch Lehrerin.


Mein Fazit:
G8 ist schon krass aber machbar. Ich hätte mir für mein Kind unser altes G9 gewünscht-gibt´s hier halt nicht mehr! Für das Tochterkind war es ein aufregendes und anstrengendes Schulhalbjahr. Sie hat viel gelernt, ein wenig gelitten und einen großen Schritt in Richtung Teenie gemacht.
Sie hat gelernt, daß gute Noten mit Arbeit verbunden sind. Sie hat gelernt, daß mündliche Noten einem die komplette Note verhageln können und daß nicht alle Lehrer ihre Freunde sind.
Sie hat gelernt, daß die Welt aus ganz vielen interessanten Dingen besteht von denen Sie noch keinen Schimmer hat.
Sie hat ganz große Schritte gemacht! Ich bin stolz auf sie!

Hast du eine Kind, das leicht lernt und  schnell denken und arbeiten kann, so ist G8 kein Problem.
Ist dein Kind an ganz vielen Dingen interessiert aber nicht an lesen, schreiben, rechnen, so tue dir und deinem Kind eine gefallen und geh nicht über das G8.

Ich persönlich bin nicht der Meinung, daß jeder Abitur machen muß. Wer es kann, sollte es auf jeden Fall tun aber ich weiß aus eigener Erfahrung, daß viele Wege zum Ziel führen. G8 ist nur einer davon!

In diesem Sinne. Schaut euch euer Kind an. Wer ist es, was kann es heute, wie ist es heute!
Ich hoffe meine Bericht hat euch etwas helfen können.
Liebe Grüße
Isabelle

2 Kommentare:

.Meike hat gesagt…

Danke für den interessanten Bericht!

Josie hat gesagt…

Stimme dir in fast allen Punkten zu....ausser dass Abi sein MUSS.
Meine Große macht G8.Ihr fällt das Lernen leicht,sie hat ein sehr gutes Gedächtnis,da bleibt viel hängen und muss sich somit nicht alles mühsam erarbeiten.
Es sind..leider..auch Kinder im Gym,die in der Grundschule bereits Nachhilfe bekammen und 1 Woche vor ner Arbeit keine Zeit zum Spielen haben...arme Kinder..verbissene Eltern.
Meine Kleine ist auf der Real und das war die beste Entscheidung.Sie ist kein"Kopfmensch"sondern eher praktisch veranlagt.Auch wenn sie die Empfehlung fürs Gymnasium hatte,wäre das nicht die richtige Schulform für sie gewesen(auch wenn ich mir den Unterrrichtsstoff der Realschule einfacher vorgestellt hatte).
Im übrigen bin ich der Ansicht,dass viel zu viele aufs Gymnasium gehen,die dort eigentlich nichts zu suchen haben.Einen Notendurchschnitt von max.2,5 ist mE viel zu hoch angesetzt,denn spätestens in der Pubertät kann man da locker ne Note abziehen...von seltenen Ausnahmen mal abgesehen.
GLG
Elke